Insgesamt seien 18 "Luft-, See- und landgestützte Raketen verschiedener Typen" auf das Land abgefeuert worden. "Alle 18 Raketen wurden durch die Kräfte und Mittel der Luftverteidigung der Luftwaffe der Streitkräfte der Ukraine zerstört", schrieb er auf Telegram. Nach Darstellung Saluschnyjs waren unter den abgeschossenen Raketen auch neun Kalibr, die von Kriegsschiffen auf dem Schwarzen Meer gestartet waren. Zudem seien drei russische Aufklärungsdrohnen zerstört worden. US-Botschafterin Brink dankte der ukrainischen Flugabwehr auf Twitter für die "starke Arbeit". Die britische Botschafterin in der Ukraine schrieb in einem Tweet, dass es in Kiew keine "einfache Nacht" gewesen sei. Dame Melinda Simmons schrieb: "Gestern Abend gab es einen heftigen Luftangriff auf Kiew, ziemlich intensiv. Knallgeräusche und wackelnde Wände sind keine leichte Nacht. Ich hoffe, es geht allen gut.Die Dichte der Schläge galt als sehr hoch. Die Explosionen durch den Abschuss der Raketen hatten Kiew nachts erschüttert."
Die Ukraine hatte Anfang Mai erstmals gemeldet, eine Kinschal-Rakete mit dem US-Flugabwehrsystem Patriot vom Himmel geholt zu haben. Russland bestritt das. Das US-Verteidigungsministerium bestätigte den Abschuss. Die extrem schnell und hoch fliegenden und dennoch manövrierfähigen Raketen setzen russischen Streitkräfte im Krieg in der Ukraine ein - etwa zur Zerstörung von Treibstoff- und Waffenlagern. In der ukrainischen Hauptstadt Kiew waren an mehreren Stellen Raketentrümmer niedergegangen, darunter in einem Tierpark. Autos wurden getroffen, ein unbewohntes Gebäude geriet in Brand. Es gab Behörden zufolge keine Verletzten.
Bürgermeister Vitali Klitschko informierte am Morgen auch darüber, dass in dem Zoo kein Tier verletzt worden sei. "Es gab kein Feuer", sagt er. Schäden habe es nur an Grünanlagen gegeben, die heruntergestürzten Äste von Bäumen seien entfernt. "Es gibt nun Anti-Stress-Maßnahmen mit den Tieren", sagte Klitschko. Der Zoo öffne wie immer für die Besucher. "Also kommen Sie, um sich zu beruhigen und die Bewohner des Kiewer Zoos zu unterstützen!"
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