Einschläge gab es in der Ukraine in den Gebieten Charkiw und Dnipropetrowsk. In Dnipro meldete die Militärverwaltung Explosionen. Getroffen worden sei eine Klinik. Es gebe 2 Tote und 23 Verletzte, unter ihnen zwei Kinder, teilten die Behörden mit. Zuvor war von einem Toten und 15 Verletzten die Rede gewesen. "Die russischen Terroristen bestätigen einmal mehr ihren Status von Kämpfern gegen alles Menschliche und Ehrliche", schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in seinem Telegram-Kanal. "Ein weiterer russischer Raketenangriff, ein weiteres Verbrechen gegen die Menschlichkeit als solches. Die Gebäude einer psychologischen Klinik und einer Tierklinik in der Stadt Dnipro wurden zerstört. Nur ein böser Staat kann gegen Kliniken kämpfen. Darin kann kein militärischer Zweck liegen. Es ist purer Terror." Medien verbreiten Bilder von einem zerstörten und brennenden Gebäude. Darüber hinaus sind nach Behördenangaben zwei Unternehmen, eine Tankstelle und ein Hausgrundstück beschädigt worden. Ein Mitarbeiter der Tankstelle sei verletzt worden. Russland habe massiv mit Raketen und Drohnen angegriffen, hieß es.
Auch in Kiew war die Flugabwehr erneut wegen Raketenbeschusses aktiv. Der Chef der Kiewer Militärverwaltung, Serhij Popko, sagte, dass Trümmerteile einer abgeschossenen Rakete das Dach eines Einkaufs- und Vergnügungszentrums beschädigt hätten. An anderer Stelle sei ein Haus getroffen worden. Auch Autos auf einem Parkplatz wurden demnach beschädigt. Es gebe keine Verletzten, sagte Popko.
Auf russischem Gebiet wurden in Grenznähe zur Ukraine neue Angriffe aus dem Nachbarland gemeldet. Demnach gab es in der Großstadt Krasnodar Explosionen. Gouverneur Wenjamin Kondratjew sprach von zwei Drohnenangriffen. Den Behörden zufolge wurden ein Bürogebäude und ein Wohnhaus getroffen. Auch im zuletzt von Kämpfen erschütterten Gebiet Belgorod wurde über neuen Beschuss der Grenzstadt Graiworon berichtet. Die Stadt Graivoron in Belgorod, etwa 7 km von der ukrainischen Grenze entfernt, stand mehrere Stunden lang unter Beschuss, wobei vier Häuser, ein Geschäft, ein Auto, eine Gasleitung und eine Stromleitung beschädigt wurden, sagte der Gouverneur von Belgorod, Wjatscheslaw Gladkow, auf Social Medien. Laut Gladkov wurden fünf Bezirke wiederholt von Drohnen, Mörsern und Artillerie angegriffen und das Dorf Kozinka mehr als 130 Mal angegriffen. Dort waren bereits am Montag von ukrainischer Seite schwer bewaffnete Kämpfer mit Militärtechnik eingedrungen. Mehr als 70 Angreifer seien "vernichtet" worden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit.
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