
Die Beziehungen zwischen Taiwan und China sind seit langem angespannt. Peking betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz, die wiedervereinigt werden muss, notfalls auch mit militärischen Mitteln. Die USA erkennen Taiwan nicht offiziell an, sind aber einer der wichtigsten Unterstützer der Insel und haben in der Vergangenheit ihre militärische Präsenz in der Region verstärkt, um Taiwan zu schützen.
Michael McCaul, begleitet von einer Delegation demokratischer und republikanischer Abgeordneter, traf in Taipeh ein, um die Unterstützung der USA für Taiwan zu demonstrieren. Während seines Aufenthalts betonte er die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Demokratien im Kampf gegen Aggression und Tyrannei. Besonders kritisierte er die jüngsten chinesischen Militärmanöver, die er als einschüchternd bezeichnete und die klarmachten, dass China Taiwan nicht auf friedlichem Wege einnehmen wolle.
McCaul nannte China unter Präsident Xi Jinping, sowie auch Russland unter Präsident Wladimir Putin und das geistliche Oberhaupt des Iran, Ayatollah Ali Chamenei, als große Bedrohungen für den Weltfrieden. Er betonte, dass die USA und ihre Verbündeten gemeinsam gegen die unverhohlene Gewalt und nackte Aggression dieser Länder stehen müssten.
Präsident Lai Ching-te, der erst vor kurzem sein Amt antrat, bedankte sich bei McCaul und seiner Delegation für die Unterstützung und äußerte die Hoffnung, dass der US-Kongress weiterhin helfen werde, Taiwans Selbstverteidigungsfähigkeiten zu stärken. Die offizielle US-Politik erkennt zwar Taiwan nicht diplomatisch an, unterstützt die Insel jedoch militärisch und politisch als einen strategischen Partner.
Der Besuch von Michael McCaul und der Delegation in Taiwan sowie seine klaren Aussagen gegenüber China und anderen autoritären Regimen unterstreichen die Entschlossenheit der USA, ihre Interessen und die Sicherheit ihrer Verbündeten in der Region zu verteidigen. Die Zukunft der taiwanesischen Frage bleibt ein zentraler Punkt in den internationalen Beziehungen und der globalen Sicherheitspolitik.