Fotos vom Tatort zeigen Polizisten, die Autos an Kontrollpunkten anhalten, während sie versuchen, den Schützen ausfindig zu machen. Ein Hubschrauber, Drohnen und mehrere Polizeistreifen suchten auch in der Gegend um Dubona nach dem Verdächtigen. Berichten lokaler Medien zufolge begann ein 20-jähriger Mann, am Donnerstagabend in einem Park in Dubona mit einer automatischen Waffe auf Menschen zu schießen, nachdem er sich mit einem Polizisten gestritten hatte. Der Mann soll dann aus einem Auto heraus auf Menschen geschossen haben, dabei mindestens acht Menschen getötet und viele weitere verletzt haben.
Berichten zufolge reisten Gesundheitsministerin Danica Grujičić und der Leiter des Sicherheitsgeheimdienstes Aleksandar Vulin in den frühen Morgenstunden des Freitags in das Gebiet. Am Mittwoch hat ein 13-jähriger Junge an seiner Schule in Belgrad acht Mitschüler sowie einen Wachmann erschossen. Aufgrund seines Alters ist der Täter in Serbien noch nicht strafmündig. Es veranlasste die serbische Regierung, strengere Beschränkungen des Waffenbesitzes vorzuschlagen. Amokläufe sind in Serbien, das sehr strenge Waffengesetze hat, vergleichsweise selten, aber der Waffenbesitz im Land gehört zu den höchsten in Europa. Der Westbalkan ist nach Kriegen und Unruhen in den 1990er Jahren mit illegalen Waffen überschwemmt. Im Jahr 2019 gab es in Serbien schätzungsweise 39,1 Schusswaffen pro 100 Einwohner – die dritthöchste der Welt, hinter den USA und Montenegro.
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