Ein Treibstofflager in der Nähe einer Schlüsselbrücke in Russlands südwestlicher Region Krasnodar stand in den frühen Morgenstunden des Mittwochs in Flammen, sagte der Regionalgouverneur. Flammen und schwarzer Rauch waberten über scheinbar großen Tanks, die in Videos, die in russischen sozialen Medien gepostet wurden, mit roten Warnungen vor "Entzündlich" gekennzeichnet waren. "Das Feuer wurde als der höchste Schwierigkeitsgrad eingestuft", sagte Veniamin Kondratyev, der Gouverneur von Krasnodar, das auf der anderen Seite des Asowschen Meeres von der Ukraine liegt, in der Telegram Beitrag. Es liegt in der Nähe der Krimbrücke, die das russische Festland mit der 2014 von der Ukraine annektierten Halbinsel Krim verbindet. "Es werden alle Anstrengungen unternommen, um eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern", fügte Kondratyev hinzu.
Der Vorfall ereignete sich, nachdem ein Drohnenangriff am frühen Samstag ein russisches Treibstofflager im Hafen von Sewastopol auf der Krim in Brand gesetzt hatte, was laut Moskau ein ukrainischer Angriff war. Die Ukraine übernimmt fast nie öffentlich die Verantwortung für Angriffe in Russland und auf von Russland kontrolliertes Gebiet.
Etwas später am Dienstagabend hieß es in russischen Telegram-Kanälen außerdem, in der ebenfalls an die Ukraine grenzenden Region Belgorod habe eine Drohne nahe einer im Bau befindlichen Verteidigungsanlage einen Sprengsatz abgeworfen. Dabei sei ein Mann verletzt worden. Offiziell bestätigt wurde das zunächst nicht.
Russland führt seit mehr als 14 Monaten einen Angriffskrieg gegen die benachbarte Ukraine. In den vergangenen Wochen häuften sich Anschläge durch unbekannte Täter auf russische Infrastruktur und Versorgungswege. Einige Beobachter vermuten dahinter eine Vorbereitung auf die ukrainische Gegenoffensive, deren Beginn bald erwartet wird.
dp/fa
