"Die Häuser fingen Feuer, nachdem Sprengkörper von der Drohne abgeworfen wurden", sagte Gladkow. Im Dorf Borisovka seien bei zwei verschiedenen Angriffen Sprengkörper von Drohnen auf ein Verwaltungsgebäude und ein Haus abgeworfen worden. Bei keinem der Drohnenvorfälle seien Verletzte gemeldet worden, sagte der Gouverneur. Niemand hat die Verantwortung für die angeblichen Drohnenangriffe übernommen.
Am frühen Montag sagte Gladkow, dass die meisten Einwohner von Grayvoron die Stadt evakuiert hätten, nachdem bei einem Angriff einer "Sabotagegruppe", die mit der ukrainischen Armee in Verbindung steht, acht Menschen verletzt worden seien. Die Legion der Freiheit Russlands und das Russische Freiwilligenkorps hatten zuvor behauptet, sie hätten "die Siedlung Kozinka vollständig befreit" und "in Grayvoron eingedrungen", nachdem sie am Montag von der Ukraine nach Belgorod überquert hatten. Zwar gebe es bisherigen Erkenntnissen zufolge unter den Zivilisten keine Todesopfer, doch für die Rückkehr der Einwohner sei es zu früh, erklärte er.
Der Umfang der Kämpfe ist dabei unklar. Die meisten Bewohner sind geflohen. Acht Menschen wurden nach Behördenangaben verletzt. Gladkow teilte am Morgen mit, dass zwei verletzte Einwohner sich noch in den umkämpften Ortschaften befänden. Die Sicherheitskräfte könnten aber bislang nicht zu ihnen vordringen, um sie zu versorgen.
Nach Angaben russischer Beamter scheinen sich die Angriffe in der Region Belgorod in den letzten Wochen verstärkt zu haben. Anfang des Monats behauptete Gladkov, zwei Drohnen seien explodiert und über einem Wohngebiet in der Region abgestürzt. Er fügte hinzu, dass keine Verletzten gemeldet worden seien, zwei Wohngebäude und ein Auto jedoch beschädigt worden seien. Eine weitere Drohne sei von russischen Luftverteidigungssystemen über der Region abgeschossen worden.
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