Doch betonte das Ministerium: "Es ist unwahrscheinlich, dass Russland besonders erfolgreich war: Die Ukraine hat mindestens 90 Prozent der ankommenden Drohnen neutralisiert, hauptsächlich mit ihren älteren und billigeren Flugabwehrwaffen und mit elektronischen Störsendern." Das gelte auch für ein weiteres wahrscheinliches russisches Ziel: Angriffe auf die ukrainischen Streitkräfte weit hinter der Front. "Aufgrund seiner mangelhaften Zielerfassungsprozesse ist Russland jedoch nach wie vor sehr ineffizient, wenn es darum geht, solche dynamischen Ziele aus der Distanz zu treffen", hieß es weiter.
Der ukrainische Präsident Selenskyj sagte, Russland nutze ein Lieferantennetzwerk, um internationale Sanktionen zu umgehen, die das Land an der Herstellung von Raketen und anderen Waffen hindern sollen. In einer Videoansprache am Sonntagabend sagte Selenskyj, ungenannte Länder und Unternehmen würden Russland beim Erwerb von Technologie helfen, wobei der Schwerpunkt auf der Produktion von Raketen liege. Russland hat seit Oktober letzten Jahres Hunderte Raketen gegen ukrainische Ziele abgefeuert.
"Leider gelingt es dem Terrorstaat, die Technologien der Welt über ein Netzwerk von Zulieferern zu nutzen und internationale Sanktionen zu umgehen." Selenskyj sagte, die Ukraine sei sich aller Bemühungen Russlands, den Sanktionen zu entgehen, durchaus bewusst und werde sich dafür einsetzen, dass "in russischen Raketen keine Produkte der freien Welt enthalten sind". Im April sagte ein hochrangiger Berater Selenskyjs, dass die ukrainischen Streitkräfte in russischen Waffen, die in der Ukraine eingesetzt werden, immer mehr Komponenten aus China finden, da westliche Lieferungen durch Sanktionen eingeschränkt seien. China hat die Lieferung militärischer Ausrüstung an Russland bestritten.
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