Die Polizei befahl ihm, sich zu ergeben, aber er rückte auf sie zu und wurde "neutralisiert", heißt es in der Erklärung. Der Verdächtige wurde in ein Krankenhaus in Lissabon gebracht, wo er sich in Polizeigewahrsam befand. Mehrere weitere Personen seien verletzt worden, hieß es in der Erklärung, weitere Einzelheiten seien aber nicht genannt worden. Premierminister António Costa sagte, die Polizei habe den Verdächtigen erschossen und Reportern gesagt, der Angriff sei "eine kriminelle Handlung". "Alles deutet darauf hin, dass es sich um einen Einzelfall handelt", sagte Costa, ohne näher darauf einzugehen.
Über die Identität der Getöteten wurde zunächst nichts bekannt. Bewaffnete Polizisten einer Spezialeinheit waren außerhalb des Gebäudes zu sehen. Costa sagte, die Polizei untersuche den Angriff und es sei zu früh, um über ein Motiv zu spekulieren.
Die schiitischen Imami-Ismailiten, allgemein als Ismailiten bekannt, gehören zum schiitischen Zweig des Islam. Die ismailitischen Muslime sind eine kulturell vielfältige Gemeinschaft, die in mehr als 25 Ländern auf der ganzen Welt lebt. Portugal hat in den letzten Jahrzehnten keine nennenswerten Terroranschläge verzeichnet, und religiöse Gewalt ist praktisch unbekannt.
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