Von ukrainischer Seite gab es dafür zunächst keine Bestätigung. Die Angaben aus dem Kriegsgebiet lassen sich von unabhängiger Seite in vielen Fällen kaum überprüfen. Dem russischen Gouverneur zufolge wurde ein Mann bewusstlos mit zahlreichen Splitterwunden aufgefunden. Die anderen Menschen hätten zumeist leichtere Verletzungen erlitten. Ein Wohnhaus sei ausgebrannt, das Dach eines Verwaltungsgebäudes beschädigt. Meldungen über eine geplante Evakuierung der Kleinstadt an der Grenze wies Gladkow zurück.
Russland hat vor mehr als 15 Monaten einen Angriffskrieg gegen die Ukraine gestartet und beschießt täglich das Gebiet des Nachbarlandes. Tote, Verletzte und Sachschäden gehören in der Ukraine zum Alltag. Aber auch die russischen Grenzregionen klagen inzwischen über zunehmenden Beschuss von ukrainischer Seite aus. Im Mai gab es schwere Kämpfe im Gebiet Belgorod mit bewaffneten Eindringlingen. Zu der Aktion bekannten sich Freiwilligenbataillone, die aus Russen bestehen, aber aufseiten der Ukraine kämpfen.
Die dissidentische Legion "Freiheit für Russland", eine Anti-Putin-Formation, die sich für die Beendigung des Krieges in der Ukraine und den Sturz von Präsident Wladimir Putin einsetzt, behauptet, sie befinde sich in der Nähe der russischen Grenze und werde bald in das Land vordringen. Die Legion, die aus einigen hundert russischen Bürgern besteht, die unter dem Kommando der ukrainischen Sicherheitskräfte in der Ukraine kämpfen, bekannte sich letzte Woche zu einem Einfall in die russische Grenzregion Belgorod. "Sehr bald werden wir wieder auf russisches Territorium vordringen, um Freiheit, Frieden und Ruhe zu bringen. Belgorod ist nur der Anfang", sagte die Gruppe am Donnerstag auf ihrem Telegram-Kanal.
dp/fa
