"Dieses Material wird die Ukraine in den kommenden Monaten bei ihrem erwarteten militärischen Vorstoß gegen die russischen Streitkräfte unterstützen", betonte die britische Regierung mit Blick auf die neuesten Zusagen. Großbritannien ist einer der größten Unterstützer der Ukraine. "Dies ist ein entscheidender Moment im Widerstand der Ukraine gegen einen schrecklichen Angriffskrieg, den sie weder gewählt noch provoziert hat", sagte Sunak der Mitteilung zufolge. "Sie braucht die nachhaltige Unterstützung der internationalen Gemeinschaft, um sich gegen die Flut unerbittlicher und wahlloser Angriffe zu verteidigen, die seit mehr als einem Jahr für sie täglich Realität sind."
Es liege im Interesse der ganzen Welt, dass die Ukraine Erfolg hat und "Putins Barbarei" nicht belohnt wird, sagte Sunak mit Blick auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin. "Deshalb unterstützt das Vereinigte Königreich die Ukraine weiterhin - von Panzern über Ausbildung und Munition bis hin zu gepanzerten Fahrzeugen." Vor seiner Ankunft in Großbritannien führte der ukrainische Präsident am Wochenende Gespräche in Rom, Berlin und Paris. Die Bundesregierung hatte der Ukraine kurz vor dem Besuch Selenskyjs weitere Waffenlieferungen im Wert von 2,7 Milliarden Euro zugesagt.
Ein Drohnenangriff auf einen strategisch wichtigen Militärflugplatz im Westen Russlands hat nach Einschätzung britischer Geheimdienste erneut Schwächen der russischen Flugabwehr aufgedeckt. Am 3. Mai hätten mehrere Drohnen das Flugfeld Seschtscha im Gebiet Brjansk attackiert und dabei vermutlich eine Transportmaschine vom Typ Antonow An-124 beschädigt, teilte das Verteidigungsministerium in London am Montag mit. Die russische Führung sei wahrscheinlich besorgt, dass die Flugabwehr weiterhin gefährdet sei und wichtige strategische Einrichtungen wie Luftstützpunkte gefährdet sind. Seschtscha liegt rund 150 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt und ist nach britischen Angaben ein wichtiger Knotenpunkt für die russische Luftwaffe. Zudem würden von hier aus sogenannte Kamikaze-Drohnen gegen Ziele in der Ukraine abgefeuert.
Auch in der Ostukraine wurden in den vergangenen Tagen russische Ziele in der besetzten Stadt Luhansk durch Raketenangriffe getroffen. Die Stadt hat sich zu einem wichtigen Knotenpunkt für die russischen Invasionsbemühungen entwickelt und wurde seit Kriegsbeginn selten von ukrainischen Angriffen heimgesucht. Doch am Freitag schlugen zwei Raketen in der Gegend ein und am Samstag wurde dort eine weitere Explosion gemeldet. Einige russische Blogger vermuteten, ohne Beweise vorzulegen, dass die Ukraine kürzlich vom Vereinigten Königreich bereitgestellte Marschflugkörper eingesetzt habe. Aber Kiew verfügt auch über in der Ukraine hergestellte Grom-Raketen, die eine Reichweite haben, um Luhansk zu treffen.
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