Bafta bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur PA, dass mehrere Produzenten dort sein werden. Grozev ist der leitende Russland-Ermittler von Bellingcat, einer Gruppe von investigativen Journalisten, und ihm wird zugeschrieben, dass er dabei geholfen hat, die angebliche Verschwörung zur Ermordung des Kreml-Kritikers Alexei Nawalny mit dem Nervengas Nowitschok aufzudecken. In dem Film wird Grozev gezeigt, wie er Details aufdeckt, die auf eine Beteiligung an dem Vergiftungsplan des Kremls hindeuten. Russland bestreitet jegliche Beteiligung an dem Angriff, bei dem Berichten zufolge die Unterwäsche von Nawalny mit Gift versetzt wurde.
Auf Twitter schrieb Grozev, dass ihm die Teilnahme an der Preisverleihung "von der britischen Polizei verboten" worden sei – obwohl die Metropolitan Police sagte, sie habe dazu keine Befugnis, und es sei Sache der Organisatoren der Veranstaltung. Sie berät jedoch Veranstalter in Sicherheitsfragen. Grozev sagte, er habe erst erfahren, dass er und sein Sohn ausgeladen worden seien, als er vor ein paar Tagen eine Nachricht von jemandem von CNN erhalten habe. Er teilte mit, dass sie Tickets für die Veranstaltung hätten, aber die Einladung wurde auf Anraten der britischen Polizei zurückgezogen.
Das Verbot sei auf "Bedenken hinsichtlich der öffentlichen Sicherheit" zurückzuführen, wurde ihm gesagt, aber er erhielt keine weiteren Informationen darüber, was diese Risiken waren. Grozev fügte jedoch hinzu, dass er in den letzten Wochen "zahlreiche Warnungen von verschiedenen Strafverfolgungsbehörden in ganz Europa erhalten habe, dass glaubwürdige Beweise dafür vorliegen, dass mein Leben in Gefahr ist". Die Metropolitan Police sagte in einer Erklärung, dass Drohungen ausländischer Staaten gegen Journalisten im Vereinigten Königreich "eine Realität sind, die uns absolut beschäftigt". Man fügte hinzu, dass es anerkenne, dass seine Ratschläge zu Sicherheitsmaßnahmen bedeuten könnten, dass "Organisatoren schwierige Entscheidungen treffen müssen, wenn sie entscheiden, wie sie Risiken für die Sicherheit ihrer Veranstaltung am besten mindern können".
Bafta sagte in Kommentaren, die von der Nachrichtenagentur PA zitiert wurden, dass die Sicherheit seiner Gäste und Mitarbeiter Priorität habe, und fügte hinzu, dass es "jedes Jahr robuste und angemessene Sicherheitsvorkehrungen getroffen" habe.
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