
Die Zollbehörde sei "sehr besorgt über das Risiko einer radioaktiven Verseuchung". Auch das chinesische Außenministerium hatte kurz zuvor scharf gegen die japanische Entscheidung protestiert. Schon zuvor galt in China ein Importverbot für Lebensmittel aus zehn japanischen Präfekturen, darunter auch Fukushima.
Das Verbot trat sofort in Kraft und wird sich laut Mitteilung auf alle Importe von "aquatischen Produkten" einschließlich Meeresfrüchten auswirken. Die Behörden sagten, sie würden "relevante Regulierungsmaßnahmen dynamisch anpassen, um die Risiken der Einleitung nuklear verseuchten Wassers für die Gesundheit und Lebensmittelsicherheit unseres Landes zu verhindern."
Die chinesische Sonderverwaltungsregion Hongkong setzte am Donnerstag ebenfalls Importbeschränkungen für Fischereiprodukte aus zehn japanischen Provinzen in Kraft. Der Schritt war zuvor angekündigt worden, sollte Japan mit der Einleitung beginnen.
Japanische Fischer haben sich gegen den Plan ausgesprochen, weil sie befürchten, dass er den Ruf ihrer Meeresfrüchte weiter schädigen könnte. Gruppen in China und Südkorea haben ebenfalls Bedenken geäußert , was die Angelegenheit zu einem politischen und diplomatischen Problem macht.
Die japanische Regierung und TEPCO sagen jedoch, dass das Wasser freigegeben werden muss, um Platz für die Stilllegung des Kraftwerks zu schaffen und versehentliche Lecks zu verhindern. Sie sagen, dass die Behandlung und Verdünnung das Abwasser sicherer machen wird als internationale Standards und dass seine Auswirkungen auf die Umwelt vernachlässigbar gering sein werden.
Die Fischerei, der Tourismus und die Wirtschaft von Fukushima , die sich immer noch von der Katastrophe erholen, befürchten, dass die Freilassung der Beginn einer neuen Notlage sein könnte. Der derzeitige Fischfang in Fukushima beträgt nur noch etwa ein Fünftel des Niveaus vor der Katastrophe, was zum Teil auf einen Rückgang der Fischerpopulation zurückzuführen ist. China hat die Strahlungstests für japanische Produkte aus Fukushima und neun anderen Präfekturen verschärft und die Exporte beim Zoll wochenlang gestoppt, sagten Beamte der Fischereibehörde.
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